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Wir fordern: Agrarpolitik neu starten!

 

1. Weniger Fleisch, mehr Klimaschutz

Was uns droht, wenn wir die Klimakrise nicht aufhalten, haben die Überschwemmungen im Sommer gezeigt. Klima retten heißt auch die Ernährungspolitik umstellen. Fast zwei Drittel der landwirtschaftlichen Klimagase entstehen durch die Tierhaltung. Künftig muss gelten: Mehr Gemüse und weniger Fleisch, das aus besserer Haltung kommt. Vom Billigfleisch-System profitieren nur die Fleisch- und Handels-Konzerne. Die Zeche zahlen Höfe und Tiere, während die Erde überhitzt. Wir fordern: Klimakrise stoppen – Agrar- und Ernährungspolitik jetzt klimagerecht machen!

 

2. Bleibt uns mit der Gentechnik vom Acker und vom Teller! 

Konzerne wie Bayer und BASF wollen uns „neue Gentechnik“ unterjubeln, um so ihre Profite zu vergrößern. Die Verantwortung für Folgeschäden übernehmen sie nicht. Klar ist: Gentechnik ist Gentechnik, ganz egal mit welchen neuartigen Begriffen die Industrie sie salonfähig machen will. Zur Gentechnik auf Tellern und Feldern sagt die große Mehrheit der Menschen in Deutschland Nein. Wir fordern: Gentechnikfreie Lebensmittelerzeugung sichern – Agro-Gentechnik stoppen!

 

3. Weniger Pestizide, mehr Artenvielfalt!

Die Krise des Artensterbens ist dramatisch: 1 Million Arten drohen auszusterben. Klar ist: Ohne Artenvielfalt keine Zukunft für uns auf dem Planeten! Gut, dass Glyphosat 2023 vom Markt genommen wird. Doch damit allein ist den Insekten nicht geholfen. Die neue Bundesregierung muss jetzt den Pestizid-Ausstieg anpacken. Statt eintöniger Agrarwüsten brauchen wir wieder mehr bunte, vielfältige und kleinteilige Äcker und Felder. Wir fordern: Mehr Lebensräume für Insekten – Pestizid-Ausstieg anpacken!

 

4. Tierhaltung jetzt umbauen – für artgerechte Haltung ohne Tierleid & Ausbeutung!

Die Tierhaltung braucht dringend einen Neustart! Tiergerechte Haltung heißt: Platz, Tageslicht und Auslauf ins Freie für Hühner, Kühe und Schweine! Statt riesiger Tierfabriken brauchen wir bäuerliche Betriebe, die nur so viele Tiere pro Fläche halten wie Boden und Wasser zulassen. Es muss endlich Schluss sein mit Billigfleisch, Futtermittelimporten und qualvollen Tiertransporten. Mit fairen Preisen und politischer Unterstützung für die Bäuer*innen ist der Umbau der Tierhaltung machbar. Wir fordern: echter Tierschutz jetzt – Tierfabriken dichtmachen!

 

5. Hunger beenden - globale Gerechtigkeit jetzt!

Dumpingexporte der EU zerstören bäuerliche Existenzen im globalen Süden. Die Pandemie hat die Ungerechtigkeit weiter verschärft: Während Supermarktketten Rekordgewinne einfahren, ist das Leben vieler Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika geprägt von Armut, Schuldenfalle und Hunger. Große Konzerne versuchen durch Landraub, Pestizidexporte und Gentechnik von der Misere zu profitieren. Wir sind Teil einer internationalen Bewegung für selbstbestimmte, klima- und sozial gerechte Landwirtschaft und Ernährung! Wir fordern: Die Macht der Megakonzerne begrenzen! Faire Löhne und gerechter Handel weltweit!

 

6. Ernährungswende in die Kantinen!

Ob in Kita, Uni, Krankenhaus, Stadtverwaltung oder Betrieb – an all diesen Orten essen wir gemeinsam. Kantinen geben Tag für Tag 16,5 Millionen Essen aus. Damit sie zum Katalysator für die Ernährungswende werden, brauchen wir eine nachhaltige Ernährungspolitik. Das heißt: Leckeres und gesundes Essen auf die Teller und zwar tier-, klima- und sozial gerecht hergestellt. Vegetarische Gerichte müssen zur Regel, Billigfleisch zum Auslaufmodell werden. Kantinen zukunftsfähig machen – Ernährungswende jetzt!