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33.000 fordern Agrar- und Ernährungswende

33.000! So viele waren wir am 20. Januar für eine andere Landwirtschaftspolitik und ein zukunftsfähiges Ernährungssystem in Berlin. Die nächste Bundesregierung muss endlich handeln, denn Umwelt, Tiere und Bauernhöfe verzeihen keinen weiteren Stillstand. Wir fordern mehr Mut und mehr Tempo für die Agrar- und Ernährungswende! Das heißt: Umbau der Ställe, Glyphosat-Ausstieg und gutes Essen für alle! Zehntausende Menschen - Landwirtschaft und Zivilgesellschaft Hand in Hand - haben das im Regierungsviertel deutlich gemacht.

Die 160 Bäuerinnen und Bauern, die die Demonstration mit ihren Traktoren anführten, hatten schon am Morgen eine politische Erklärung an die AgrarministerInnen aus aller Welt übergeben. Sie wissen am besten: Es muss endlich Schluss sein mit der fatalen Exportorientierung und Landkonzentration, die Bauernhöfen hier und weltweit das Genick bricht!

Herzlichen Dank an alle, die dabei waren und den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht! Ihr seid spitze!

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Der Video-Rückblick

Wir haben es satt!-Demo 2018

Auch dieses Mal gibt es wieder unzählige Berichte über unsere Demonstration. Hier der komplette Überblick:

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Weitere Links und Hinweise, wo über die Demo berichtet wurde, könnt ihr gerne uns per Mail schicken: info[at]wir-haben-es-satt[dot]de

Wir haben es satt!-Demo 2018

Mehr Fotos gibt es auf unserem Flickr-Account

Stellungnahme

Anonyme Briefe an Landwirt*innen

Im Feburar sind anonyme Briefe an Landwirt*innen verschickt worden, die deren Arbeit diffamieren und ihre Kinder angehen. Darin wird auf "Wir haben es satt!" verwiesen. Wir distanzieren uns deutlich von diesen Briefen, sie haben nichts mit der Kampagne "Meine Landwirtschaft" / Wir haben es satt! zu tun.

Das Vorgehen lehnen wir strikt ab. Wer so etwas verschickt, hat den Geist unseres breiten Bündnisses nicht verstanden und schadet ihm. Wir prangern keine Bauern und Bäuerinnen an, sondern arbeiten für eine andere Agrarpolitik, die den Betrieben wirtschaftliche Perspektiven mit gesellschaftlich breit getragenen Formen bäuerlicher Landwirtschaft eröffnet. Wir stehen zu den Bäuerinnen und Bauern und ihren Familien, zu unseren Kolleginnen und Kollegen. Das haben auch die 160 Traktoren auf der letzten „Wir haben es satt!“- Demonstration gezeigt. Wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen, um zu den notwendigen agrarpolitischen Rahmenbedingungen zu kommen.

Anonyme Briefe sind überhaupt kein Mittel politischer Arbeit, sondern nur feige und nicht ernst zu nehmen. Wir rufen gerade in Zeiten des Populismus und „Fake News“ dazu auf, im Internet und auf den Dörfern nicht gegen Bauerinnen und Bauern und ihre Kinder als Umweltverschmutzer, Giftspritzer oder Tierquäler zu wettern. Das ist und war noch nie unser Anliegen. Es geht darum die politischen Rahmenbedingungen zu verändern, um viele Bauernhöfe zu erhalten. Dazu braucht es eine politische Debatte, zu der auch die Landwirt*innen bereit sein müssen. Wir werden weiterhin das Gespräch und die Diskussion mit allen Bauerinnen und Bauern suchen.

Meine Landwirtschaft

Die Wir haben es satt!-Demonstration wurde 2011 initiiert von der Kampagne "Meine Landwirtschaft". Die Kampagne informiert über Themen rund um zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen und fördert den Dialog zwischen ErzeugerInnen und KonsumentInnen. Durch Aktionen, Kongresse und Diskussionsveranstaltungen setzen die rund 50 Trägerorganisationen der Kampagne politische Zeichen für die Agrar- und Ernährungswende.

Nein zu Rassismus und rechter Hetze

In Zeiten wie diesen sagen wir es deutlich: Wir haben Nazis, Rassist*innen und rechte Hetze satt! Uns eint der gewaltfreie Protest gegen die Agrarindustrie. Wir sagen Nein zu Menschenfeindlichkeit jeglicher Art, dazu gehört auch die Diffamierung von Bäuerinnen und Bauern. Die Stärke unseres Bündnisses ist die Vielfalt und Internationalität - Geflüchtete sind willkommen!

"Wer mit Liebe kocht, kann nicht auf Produkte zurückgreifen, die auf Ausbeutung beruhen!"

Ole Plogstedt begleitet mit der Roten Gourmet Fraktion seit 25 Jahren Tourneen von Bands wie Die Toten Hosen und sorgt für ihr leibliches Wohl. Lange Zeit kochte er im Fernsehen und macht sich für eine konzernfreie Küche stark, in der Konzerne wie Coca Cola und Nestlè tabu sind. Als Kampagnen-Botschafter für die Entwicklungsorganisation Oxfam hat ausbeutungsfreie Ernährung für ihn eine neue Dimension bekommen. Ole wird am 20. Januar auf unserer Abschluss-Kundgebung sprechen und seine Vision einer solidarischen Küche erklären.

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„Mit erweiterten Fruchtfolgen brauch' ich keine Pestizide!“

Joachim Bienstein betreibt mit seiner Familie einen bäuerlichen Betrieb mit Schwerpunkt Ackerbau und Hühnerhaltung in Martensdorf bei Wismar. Seine Hühner hält er in einem mobilen Stall im Freien. Antibiotika kommt dem Bauern ebenso wenig auf den Hof wie Gentechnik, flächendeckenden Pestizideinsatz lehnt er kategorisch ab. Auf seinen 320 Hektar bekämpft er Unkraut vor allem mit deutlich erweiterten Fruchtfolgen. Im Januar wird Joachim, zusammen mit den BerufskollegInnen aus ganz Deutschland, zum vierten Mal die Demonstration mit seinem Traktor anführen. Wir haben ihn zu seiner Arbeit und seiner politischen Motivation befragt.

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"Wir wollen gutes und ehrliches Bäckerhandwerk!"

Jörg Meffert von der „Vollkornbäckerei Meffert“ wurde das Backen schon in die Wiege gelegt. Der Familienbetrieb, den er mit seinem Bruder mittlerweile in der neunten Generation führt, wurde um 1750 gegründet. Heute beschäftigt die Bäckerei aus dem ostwestfälischen Lemgo knapp 100 MitarbeiterInnen. Seit 1997 backen die Mefferts mit Bio-Siegel. Wir haben mit Jörg, der mit seiner Bäckerei auch Teil der Freien Bäcker ist, über seine Arbeit und die Wichtigkeit von gutem Handwerk gesprochen.

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„Wachsen ist nicht das Richtige für uns!“

Ve-Annissa Spindler lebt als Jungbäuerin auf dem Siebengibelhof in der Nähe von Parchim. Dort verwirklicht sie den Traum vieler junger Landwirtinnen: einen eigenen Hof gründen und selbst bestimmen, wie gewirtschaftet wird. Aber ein alternatives Hof-Konzept bedeutet auch viel Arbeit – sei es auf dem Acker, dem Wochenmarkt oder im Käse-Keller. Wir haben mit Ve-Annissa, die gemeinsam mit vielen anderen Bäuerinnen und Bauern, unsere Demonstration mit ihrem Traktor anführt, über ihre Arbeit und ihr Engagement gesprochen.

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Wir haben es immer noch satt!

Am 20. Januar werden wieder viele Tausende für eine andere Landwirtschafts- und Ernährungspolitik auf die Straße gehen. Zum mittlerweile 8. Mal ruft ein breites Bündnis von Bäuerinnen und Bauern und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu Protesten im Zentrum von Berlin auf. Im Fokus der Demonstration stehen 2018 gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung und ein Ende der landwirtschaftlichen Dumping-Exporte. Vom Hauptbahnhof geht es dieses Mal mit Kochtöpfen zur internationalen Agrarministerkonferenz, wo zum Auftakt der „Grünen Woche“ LandwirtschaftsministerInnen aus aller Welt zusammenkommen.

Warum wir im 8. Jahr noch demonstrieren?

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Aktionstour vor der Bundestagswahl

Im September waren wir quer durch Deutschland unterwegs gegen Konzernmacht, Landraub und Tierfabriken. Gemeinsam mit vielen Aktiven haben wir wenige Tage vor der Bundestagswahl ein deutliches Zeichen für die Agrar- und Ernährungswende gesetzt. Am Hautpsitz der Bayer AG in Leverkusen haben wir uns für freies Saatgut eingesetzt. Bei Erfurt haben wir 40 Bäume zur "Allee gegen Landraub" gepflanzt. Mit 1000 Personen haben wir schließlich bei der Abschluss-Demonstration in Königs Wusterhausen, wo Wiesenhof 240.000 Hühner am Tag schlachten will, unmissverständlich klar gemacht: Wir haben Tierfabriken satt!

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