Infos für Aktivist*innen und Engagierte
Bist auch du der Meinung, dass Lebensmittel nachhaltig und fair produziert werden sollten? Willst du mehr Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit? Und hast du Lust, mit den eigenen Händen anzupacken? Dann suchen wir genau dich!
Mach mit bei „Hof mit Zukunft“ und erlebe den direkten Austausch mit Bäuer*innen – denn Essen und Landwirtschaft gehen uns alle an!
Vielfältige landwirtschaftliche Betriebe beteiligen sich deutschlandweit an der Aktion. Du kannst dir aussuchen, was dich interessiert und welchen Kontext du näher kennenlernen möchtest: Klein- oder Großbetrieb, konventionell oder bio, mit oder ohne Tierhaltung, Pflanzenbau oder Lebensmittelverarbeitung, Familienbetrieb oder Solawi… Wir stellen dann den Kontakt zu den Bäuer*innen her.
Wann und wo?
18. - 21. Juni 2026 (Anreise Donnerstagabend und Abreise Sonntagmorgen)
auf landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland
Wie?
Vor der Aktion:
Bis zum 25. Mai kannst du dich über ein Bewerbungsformular für die Aktion anmelden. Dort findest du Informationen zu den Höfen/Betrieben und teilst uns deine Präferenzen mit. Wir bemühen uns, passende Hofgruppen zu bilden und stellen die Kontakte her. Es ist auch möglich, sich als Gruppe zu bewerben.
Während der Aktion:
In Gruppen von zwei bis drei Menschen seid ihr für zwei volle Arbeitstage auf einem Betrieb, packt auf dem Acker oder im Stall mit an und bekommt so Einblicke in die Abläufe und den landwirtschaftlichen Alltag. Während des Besuchs ergeben sich viele Momente für Austausch und Diskussion.
Nach der Aktion:
Es wird ein Austauschtreffen (online) unter Aktivist*innen geben, um über die Erfahrungen zu sprechen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
"Hof mit Zukunft" ist eine Dialog-Aktion für Menschen, die sich aktiv für Klimagerechtigkeit, Umwelt- und Tierschutz engagieren und/oder die sich dafür einsetzen, dass Lebensmittel nachhaltig und fair erzeugt werden. Lass dich nicht von der Bezeichnung „Aktivist*in“ einschüchtern. Alle, die sich aktiv für ihre Überzeugungen und Werte einsetzen, sind für uns aktivistisch – im Sinne von engagiert. Es gibt keine strengen Kriterien für das "richtige Maß" an Aktivismus - wichtig ist vor allem die Neugierde und Offenheit für den Austausch mit Bäuer*innen.
Ab 16 Jahren kannst du teilnehmen. Nach oben haben wir keine Altersgrenze festgelegt und zählen auf deine eigene Abwägung, ob du dir die Mitarbeit körperlich zutraust.
Das Projekt findet vom 18. bis 21. Juni bundesweit auf verschiedenen Betrieben statt. Die Anreise ist am Donnerstagabend. Am Freitag und Samstag seid ihr ganztägig auf dem Betrieb eingebunden. Sonntagmorgen nach dem Frühstück geht es dann zurück.
Bei manchen Betrieben kann es sein, dass die Aktionzeit verkürzt ist. Einen Hinweis dazu findest du im Bewerbungsformular.
Wir gehen davon aus, dass du deine An- und Abreise eigenständig organisieren und zahlen kannst. Deine Teilnahme soll aber nicht am Geldbeutel scheitern. Deswegen gibt es einen Soli-Topf. Falls du dir die Fahrtkosten nicht leisten kannst, vermerke das im Bewerbungsformular und wir schauen, wie wir dir helfen können. Hebe dafür auf jeden Fall deine Fahrkarte auf.
Für jeden Hof wird es eine Messenger-Gruppe geben. Hier kannst du mit den anderen Aktivist*innen die gemeinsame Anreise planen und sonstige Absprachen treffen.
Wichtig: Eine spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht erwünscht. Erfahrungsgemäß braucht guter Austausch und gegenseitiges Vertrauen diesen Zeitrahmen. Ein gemeinsames Ankommen und Verabschieden macht zudem die Koordination einfacher und fördert eine gute Gruppendynamik.
Auf jedem Betrieb sind zwischen zwei bis drei Personen. Das richtet sich nach der jeweiligen Einschätzung der Betriebe, wie viele Menschen sie in ihrem Arbeitsalltag zusätzlich mitnehmen können.
Im besten Fall kann deine Hofgruppe auf oder in der Nähe vom Betrieb übernachten und auch mit verpflegt werden. Der Abend und die Mahlzeiten sind Momente außerhalb der Arbeit, wo erfahrungsgemäß spannende Dialoge zustande kommen. Welche Möglichkeiten sich anbieten, besprechen wir im Vorhinein mit den Betrieben und vermerken das im Bewerbungsformular. Die Übernachtung kann im Gästezimmer oder auch eigenen Zelt sein. Für Verpflegung kann gemeinsam gekocht werden, oder ihr bringt euch ein paar Lebensmittel mit.
Falls du eine bestimmte Ernährungsweise (z.B. vegan/vegetarisch) oder Allergien hast, dann gib das unbedingt im Bewerbungsformular an.
Der Tagesablauf ist je nach Betriebsschwerpunkt sehr unterschiedlich. Bei einem Milchviehbetrieb verbringt ihr vielleicht Zeit im Melkstand, im Gemüsebau seid ihr vermutlich mit auf dem Feld, bei sehr großen Ackerbauflächen gibt es viele technische und planerische Aspekte zu besprechen...
Wir alle, indem wir miteinander ins Gespräch kommen, mögliche Vorurteile abbauen und eine gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft aussehen soll. Ihr müsst euch in der Diskussion nicht immer einig sein. Wichtig ist, dass ihr euch respektvoll und auf Augenhöhe begegnet. So klappt der Austausch am besten.
Es ist ein Geben und Nehmen: Ihr packt mit an und bringt eure Themen sowie Interesse am landwirtschaftlichen Alltag mit - die Landwirt*innen bieten euch Unterkunft und Verpflegung so wie Zeit für Erläuterungen und Gespräche.
Wenn du magst, dann kannst dich vorher in landwirtschaftliche Themen einlesen und dich über aktuelle Agrarpolitik informieren. Alles nach eigenem Ermessen. Ein Blick in den Agrar-Atlas oder in unsere Presserundschau können zum Beispiel ein Anfang sein.
Am wichtigsten sind eine grundsätzliche Offenheit anderen Meinungen gegenüber und die Bereitschaft, in den Dialog zu treten.
Die Themen werden von euch gemeinsam gesetzt: Ihr sprecht über das, was euch wichtig ist!
Falls euch die Ideen ausbleiben oder Inspiration fehlt, schicken wir allen vorab mögliche Diskussionsfragen zu. Auf die könnt ihr zurückgreifen, wenn ihr wollt.
Die Kosten für Vermittlung, Übernachtung und Verpflegung werden von uns und den Höfen getragen. Die gesammelten Teilnahmebeträge werden dafür genutzt.
Außerdem gibt es uns ein bisschen Planungssicherheit. Spontane Absagen sind immer aufreibend, weil kurzfristig viele Dinge umgeplant werden müssen. Falls es doch dazu kommen sollte, schließen wir eine Rückerstattung der 15 Euro aus und lassen sie in den Soli-Topf fließen.
Nein, leider ist das nicht möglich. Da es nur zwei Tage sind, finden wir es wichtig, dass alle sich voll und ganz auf die Arbeit und den Austausch fokussieren können.
Ich habe noch weitere Fragen ...
Melde dich bei uns per Mail an hofmitzukunft[at]wir-haben-es-satt[dot]de oder per Telefon unter 0157-52011941 oder 030-28482437.