Zum Hauptinhalt springen
Aufruf zum europäischen Aktionsmonat im Oktober

Werdet aktiv für #goodfoodgoodfarming!

Letztes Jahr im Oktober haben tausende Europäer*innen gegen die industrielle Landwirtschaft protestiert. Aktuell ist es wichtiger denn je, radikale Veränderungen zu fordern und zu zeigen, wie nachhaltige und widerstandsfähige Ernährung geht. Also werdet aktiv und macht mit beim Aktionsmonat im Oktober!

Warum mitmachen?

Der Status quo ist nicht zukunftsfähig: Klima- und Umweltkatastrophen, das Aussterben des ländlichen Raums, eine mangelhafte Ernährungssouveränität – all das verlangt eine grundlegende Kehrtwende im Umgang mit unserem Land, unserem Saatgut, unseren Lebensmittelproduzent*innen, unseren Tieren und den Lebensmitteln, die wir konsumieren.

In den letzten 10 Jahren musste ein Drittel der europäischen Landwirt*innen ihre Betriebe aufgeben, während wenige agrarindustrielle Großbetriebe am stärksten von den EU-Agrarsubventionen profitierten. Industrielle Landwirtschaft, intensive Tierhaltung und Entwaldung sind hauptverantwortlich für die Klimakrise, das Artensterben und die Umweltzerstörung. Außerdem erhöhen sie das Risiko von Krankheiten wie COVID-19. Auch Unterernährung und Fettleibigkeit, die durch ungesunde Ernährung verursacht werden, machen einen schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wahrscheinlicher. Die aktuelle Pandemie verdeutlicht die Missstände unseres Ernährungssystems, das auf spezialisierte, intensive und globalisierte Landwirtschaft sowie internationale Märkte setzt. Obwohl wir in Europa mehr produzieren, als wir brauchen, haben Millionen Menschen bei uns und in der ganzen Welt keinen Zugang zu gesundem, kulturell angemessenem und nachhaltig produzierten Essen.

In den nächsten Monaten treffen die Europäische Union und die Mitgliedstaaten wichtige Entscheidungen über die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP). Jetzt ist die entscheidende Phase der Reformverhandlungen. Deswegen müssen wir jetzt aktiv werden, damit wir nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren.

Die Politiker*innen auf EU-Ebene müssen jetzt handeln: Schluss mit den pauschalen Subventionen, von denen vor allem die Agrarindustrie, Landgrabber*innen und große Konzerne profitieren. Stattdessen brauchen wir Unterstützung für den Umbau hin zu einer Landwirtschaft, die fair für die Menschen und unseren Planeten ist.

Wie mitmachen?

Nehmt an den europäischen Aktionstagen #GoodFoodGoodFarming vom 1. bis 31. Oktober 2020 teil und setzt die Politik regional und bundesweit unter Druck, damit sie eine zukunftsfähige EU-Agrarreform umzusetzt.

Organisiert eine Demonstration, ein Protest-Picknick, einen Flashmob, eine Schnippeldisko oder eine andere Aktion, mit der ihr unseren gemeinsamen Forderungen Nachdruck verleihen könnt. Gemeinsam sind wir stark und können die europäischen Politiker*innen besser unter Druck setzen.

Letztes Jahr gab es 100 Veranstaltungen in 22 Ländern in ganz Europa. Von Rumänien bis Frankreich, von Spanien bis Finnland: Unser Ziel ist es 2020 noch mehr zu werden!

Schnapp dir Kochtopf und Kochlöffel und schlag Alarm für:

+++ Zugang zu gesundem und kulturell angemessenem Essen für alle +++ Die Regionalisierung von Produktion, Verarbeitung und Konsum +++ Ernährungssouveränität und fairen Welthandel +++ Eine sozial gerechte und nachhaltige GAP-Reform, die ländliche Räume lebendig hält und anderen Ländern nicht schadet +++ Faire Einkommen und gute Arbeitsbedingungen für Landwirt*innen, Landarbeiter*innen, Tierhalter*innen und Fischer*innen +++ Eine bessere Zukunft auf dem Land und in der Stadt +++ Mehr Menschen in der Landwirtschaft und mehr Möglichkeiten für junge Landwirt*innen +++ Eine Ernährungspolitik, die die Artenvielfalt unterstützt, die Umwelt schützt und den Klimawandel bekämpft +++ Nein zu Gentechnik und für weniger Ackerchemie +++ Tierschutz und weniger, dafür aber bessere tierische Produkte +++ Artensterben stoppen – Insekten, Vögel und andere Tiere retten, die für eine nachhaltige Landwirtschaft wichtig sind +++ Mehr partizipative politische Prozesse +++

 

MEHR INFOS