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Freitag Vormittag

10-12 Uhr

"Essen ist Politisch: wo geht's hier zur Ernährungswende"

Fishbowl-Diskussion mit hessischer Umweltministerin - (gS)

 Seit bald 20 Jahren sprechen wir über die Agrar- bzw. Ernährungswende. Warum tut sich so wenig? Wer gewinnt eigentlich vom Istzustand? Was sind die Barrieren in der Politik? Viele engagierte Bauern und Bäuerinnen bekommen nicht die Unterstützung, die sie bräuchten. Wer vertritt eigentlich ihre Interessen? Und wie schaffen wir es den Zugang zu fruchtbaren Boden und nachhaltiger Ernährung klimagerecht und für alle Menschen zugänglich zu machen?

 Diese und andere Fragen könnt ihr in offener Runde diskutieren, mit:

- Priska Hinz, Hessische Landesministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und   Verbraucherschutz;

- Elisabeth Fresen, Jungbäuerin aus Niedersachsen

- Prof. Dr. Regina Birner, Mitglied des Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz

- Joerg Weber, Ernährungsrat Frankfurt a.M., BIONALES, Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.

"Fleisch am laufenden Band" - Fleischkonsum und seine Auswirkungen

mit Lukas Hillmer von Agrar Koordination - (sB)

Jede*r Deutsche isst jährlich ca. 60 kg Fleisch. Unser Appetit auf Fleisch hat zahlreiche Folgen –Massentierhaltung, Nitratbelastung, CO2-Ausstoß und vieles mehr. In dieser Einheit wollen wir ins Thema einsteigen und uns damit beschäftigt, welche Auswirkungen der Fleischkonsum hat und was wir daran selbst ändern können.

Gemeinsam statt Gegeneinander - Zusammenarbeit für die Landwirtschaft von morgen

mit Marie Neuwald von der BUNDjugend - (kS)

Landwirtschaft, Naturschutz, Verbraucher – drei entscheidende Gruppen für die Zukunft der Landwirtschaft. Für den Naturschutz stehen Artenvielfalt, Tierwohl, der Erhalt der Böden und der Wasserqualität im Vordergrund. Auch Landwirten ist dies nicht egal – aber sie müssen eben auch von ihrer Arbeit leben können. Und die Verbraucher? Gute Qualität, aber geringer Preis wird hier oft gewünscht. Es gibt viele Vorurteile und ablehnende Grundhaltungen, die den Dialog aller Akteure erschweren. Jeder bewegt sich in seiner persönlichen „Blase“. Daher wollen wir hier versuchen, unterschiedliche Perspektiven einzufangen und Ideen für ein besseres Miteinander zu entwickeln.

Stereotypen im landwirtschaftlichen Sektor

mit Anika Bolten von der Uni Kassel - (W1)

Stereotype und Vorurteile treten in vielen verschiedenen Bereichen des menschlichen Lebens auf. Menschen tendieren dazu, sich die Welt einfach zu machen und andere Menschen vorschnell in Kategorien und Schubladen einzuordnen. In dem Workshop setzen wir uns zunächst mit den eigenen Überzeugungen, Meinungen und Vorurteilen auseinander, um sich so auch in andere Positionen hineinversetzen zu können. Letztlich geht es darum, gemeinsam für die im Alltag oft schwierige Kommunikation zwischen Ökolandwirt*innen, konventionellen Landwirt*innen und Verbraucher*innen eine breitere Argumentations- und Verständigungsbasis zu erarbeiten.

Lebensmittelverschwendung: Frisch gekauft und dann ab in die Tonne?

Mit Hannah König von Agrar Koordination - (W2)

In Deutschland landen jährlich 1,8 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll. Sie gehen bei einzelnen Verarbeitungsprozessen verloren oder werden im Handel und von den EndverbraucherInnen entsorgt. Das Problem dabei ist, dass sowohl für die Erzeugung als auch für die Vernichtung der Lebensmittel Rohstoffe, Energie und Wasser benötigt werden. So werden mit jedem Lebensmittel, das im Müll landet wertvolle Ressourcen verschwendet. In der Veranstaltung werden wir den Ursachen von Lebensmittelverschwendung auf den Grund gehen und fragen, welche Verantwortung verschiedene Akteure und Strukturen für diese Entwicklung tragen. Gemeinsam werden wir sehen, dass jede*r von uns Möglichkeiten hat, gegen Lebensmittelverschwendung aktiv zu werden. Am Beispiel von verschiedenen Initiativen und Projekten können wir Handlungsalternativen erarbeiten, die jede*r von uns auch im Alltag umsetzen kann.

Freihandelsabkommen in der EU. Wo geht die Reise hin?

mit Berit Thomsen von der ABL - (W3)

TTIP wird neu aufgelegt, Jefta (EU-Japan) ist ratifiziert, mit Neuseeland und Australien verhandelt die EU. Was bedeuten diese Handelsabkommen für die bäuerliche Landwirtschaft in Europa, und wie wirkt die Agrar- und Handelspolitik Europas auch auf die ärmsten Länder dieser Welt? Diese und mehr Fragen werden in diesem Workshop behandelt.

Jeder Hof zählt. Warum die GAP das Höfesterben beenden muss.

mit Maria Heubuch MdEP - (W4)

Ein Viertel aller Bauernhöfe in der EU hat zwischen 2005 und 2016 dicht gemacht. Und noch immer treibt eine verfehlte Agrarpolitik die Höfe ins Abseits, während Konzerne profitieren. Aber: Es gibt Alternativen!

Agrarökologie und Ökolandbau bieten eine wirtschaftlich interessante Perspektive, die gleichzeitig Umwelt und Klima schonen und die ländlichen Regionen stärken. Wie kann die Gemeinsame Agrarpolitik der EU die Höfe bei der Umstellung unterstützen?

Schweinische Fußabdrücke?

mit Jonas Aechtner und Kerstin Weber von der WWFJugend - (W5)

In unserer Gruppe werden wir uns mit den Umweltauswirkungen unserer heutigen Ernährung beschäftigen – Welche Fläche brauchen wir eigentlich für Gemüse, wie viel Fläche Soja verputzen unserer Kühe, wie läuft das eigentlichmit Fischfutter und wie viele Treibhausgase produzieren wir mit unserem morgendlichen Tee? Diese und viele weitere Fragen schauen wir uns gemeinsam und interaktiv an.

Wir lassen uns nicht verCRISPRn! - Gentechnik als Antwort auf Klimawandel, Hunger und landwirtschaftliche Herausforderungen?

mit Annemarie Volling von der AbL und Judith Düesberg von GeN - (W6)

Da sind sie wieder die altbekannten Versprechen der Gentechnik und Biotechindustrie! Die neuen Gentechnik-Verfahren wie CRISPR-Cas sollen in den Laboren die großen Fragen der Welternährung und Landwirtschaft beantworten. Und wie stehen wir dazu? Um uns positionieren zu können wollen wir euch einen kurzen Input geben zu den aktuellen Debatten um CRISPR und Co. Was verbirgt sich hinter den neuen Techniken? Was kommt auf uns zu? Anschließend wollen wir zusammen mit euch an einigen Aspekten unsere Argumente schleifen und unsere Kritik schärfen und Ideen für den Widerstand überlegen.

Freitag Nachmittag

13-15 Uhr

Was haben Ernährungssysteme mit EU-Agrarpolitik und Agrarökologie zu tun?

mit Stig Tanzmann von Brot für die Welt - (gS)

Die Debatte um Agrarpolitik wird komplexer, vor allem auf internationaler Ebene. So sind von den Vereinten Nationen bäuerliche Rechte beschlossen worden und es wird in der FAO intensiv über Agrarökologie diskutiert. Nun kommt im Komitee für Welternährung ein politischer Prozess zu Ernährungssystemen und gesunder Ernährung dazu. Aber was ist unter einem Ernährungssystem zu verstehen und ändert so ein Ansatz nicht grundlegend, wie wir bisher Agrarpolitik verstehen?

Solawi-Bist du dabei? Solidarische Landwirtschaft in der Praxis

mit Claudia Dollinger-Höps vom Netzwerkt Solidarische Landwirtschaft - (sB)

Saisonale, klimafreundliche und bio-fair produzierte Lebensmittel von einem Hof aus der Region? Maximale Transparenz und echt gute Lebensmittel? Ernährungssouveränität und Mitgestaltung? Solidarische Landwirtschaft - Solawi ermöglicht dies. Infos aus der 5jährigen Praxis am Dollingerhof und anschließende Diskussion regen einen Austausch dazu an; erfahren werden kann, wie Solawi funktioniert, wie man es startet und welche Fehler man nicht machen muss. Vorgestellt wird auch das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und seine Beratungsangebote. Das Netzwerk umfasst mittlerweile über 200 solidarisch wirtschaftende Höfe und nochmal so viele Initiativen in Gründung.

Kennst du dich aus mit der Kennzeichnung? ÖKo-Siegel, Labels und Co.

mit Marie Neuwald von der BUNDjugend - (kS)

Wir alle wollen Gutes kaufen. Aber wie erkennen wir wirklich, wie unsere Lebensmittel hergestellt wurden? Was sagen die verschiedenen Kennzeichnungen aus? Und wer vergibt die Siegel, welche sind aussagekräftig, welche eher nur Marketing? In diesem Workshop besprechen wir, wie beispielsweise Produkte aus fairem Handel und aus ökologischer Landwirtschaft sicher erkannt werden können. Mit diesem Wissen kannst du deine Macht als Verbraucher*in noch besser nutzen.

Ernährungssouveränität verwirklichen!

mit Anke Kähler und Peter Plaumann von Die Freien Bäcker - (W1)

Am Beispiel der Wertschätzungskette ‚Saatgut-Getreide-Mehl-Brot‘ wollen wir in dem Workshop erarbeiten, was dazu gehört um ein enkeltaugliches, agrarökologisches Konzept Wirklichkeit werden zu lassen. Was wird dafür gebraucht und welche Hindernisse sind zu überwinden? In dem Workshop wollen wir nach der Methode ‚Kollektives Kartieren‘ arbeiten.

Definitionssache - konventionell und nachhaltig

mit Sarah Schulte Döinghaus von der KLJB - (W2)

Wir konfrontieren uns mit Fragestellungen rund um die Definitionen von konventionell und nachhaltig. Lassen sich diese Begriffe unter einen Hut bringen und wenn ja, wie kann das gehen. Im Anschluss möchten wir unsere Ausarbeitungen in Thesen.

Queer und Landwirtschaft. Oder queere Landwirtschaft?

mit Paula Gioia und Sophie von Redecker von der jABL und der Uni Witzenhausen - (W3)

'Natur' und Landwirtschaft sind eng verwoben. In Bezug auf die normative Geschlechterordnung wird oft 'die Natur' als Rechtfertigungsgrundlage herangezogen. 'Die Natur' soll die soziale Ordnung von zwei, und nur zwei, Geschlechtern sowie deren gegenseitiges Begehren stützen. Aber besteht 'die Natur 'wirklich nur aus weiblich und männlich oder finden wir da auch queere Vielfalt? Gibt 'die Natur' die Grundlage für das sogenannte "klassische" Familienmodel, das gerade in Bezug auf Landwirtschaftliche Betriebe immer wieder hochgehalten wird?

In diesem Workshop wollen wir bei 'der Natur' anfangend, die patriarchalen und binären Vorstellungen von Sexualität, Gendermustern und Rollenzuschreibungen an ihrer Wurzel packen, dekonstruieren und aufzeigen, dass die Landwirtschaft und ihre Bäuer_innen diesen konstruierten Ideen oft nicht entsprechen. 

Ein partizipativer Workshop für alle, die sich innerhalb der herrschenden Gendernormen, Familienmodelle oder Geschlechterrollen nicht wiederfinden und in der Landwirtschaft tätig sein wollen und auch die, die sich diese Fragen noch nie gestellt haben.

Was ist biologisch-dynamische Landwirtschaft?

Vortrag von Martin Meckensen vom Dottenfelder Hof - (W4)

In diesem Vortrag wird erläutert was Biologisch Dynamische Landwirtschaft ist. Wo liegen seine Ursprünge, welche Philosophie steckt dahinter und wie funktioniert das biologisch, dynamische Wirtschaften in einem Betriebe, wie dem Dottenfelder Hof.

Attraktives Lebensmittelhandwerk-welche Zutaten braucht es?

13.30-15 Uhr

mit Nanetta Ruf, Imke Bethcke und Marlene Panten von den jungen freien Bäckern - (W5)

Was ist Lebensmittelhandwerk? Warum ist Lebensmittelhandwerk für uns alle wichtig? Was verbindest Du mit Lebensmittelhandwerk? Welche Rahmenbedingungen und Inhalte braucht es, um für junge Menschen attraktiv zu sein? Welchen Hürden begegnen wir und wie können wir sie überwinden?

Dringend und notwendig: Warum eine eigenständige Ökozüchtung?

mit Oliver Willing von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft - (W6)

Warum reicht es nicht gegen Gentechnik und Konzernmacht zu sein? Der Ökolandbau mit seinem ganzheitlichen Anspruch braucht dringend eine ihm angemessene Sortenbasis. Wir zeigen Hintergründe und Beispiele für eine eigenständige Ökozüchtung.

Samstag Vormittag

10-12 Uhr

Feminismus auf dem Land

mit Doro Sterz und Eva Imrecke von der JABL - (sB)

Gerade auf dem Land sind konventionelle Bilder von Geschlecht und Partnerschaft noch besonders statisch. Darum wollen wir einen offenen Raum bieten um über Erfahrungen zu sprechen, zu solidarisieren und uns gegenseitig zu stärken um den spezifischen Diskriminierungen entgegentreten zu können. Es wird ein Moderierter Workshop sein, der auf Austausch und Dialog basiert.

Digitalisierung in der Landwirtschaft - bedeutungslose Technik-Spielerei, Lösung für Hunger und Umweltzerstörung oder Bedrohung für Bauern und Bäuerinnen?

mit Lena Michelsen von Inkota - (kS)

In dem Workshop sollen sowohl Gefahren als auch Potenziale der Digitalisierung in der Landwirtschaft beleuchtet werden. Ob es dabei primär um Datenschutz, neue Technologien wie Blockchains oder neue Geschäftsmodelle gehen soll, richtet sich ganz nach dem Interesse der Teilnehmenden. Nach einem kurzen Input der Referentin sollen die Teilnehmenden diskutieren und Ideen entwickeln, wie digitale Instrumente sinnvoll im Sinne einer sozial gerechten und ökologischen Agrarwende genutzt werden könnten.

Vortrag: Braunes Gemüse - Wie begegnen wir der Vereinnahmung von rechts im Ökolandbau?

mit Nela Sommer - (gS)

Rechte? Findet niemand gut! Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, bei denen wir uns auf denselben Veranstaltungen wiederfinden wie diese.

Deswegen ist eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Ökolandbau und völkischen bzw. rechten Strömungen wichtig.

Nach einem Einführungsvortrag zu historischen und aktuellen Beispielen von rechten Tendenzen im Ökolandbau werden gemeinsam Gegenstrategien diskutiert.

Gene Drive 1: Mit Selbstmord-Käfern Richtung Untergang

mit Mareike Imken von Save Our Seeds - (W1)

Mit gentechnisch veränderten Selbstmord-Blattläusen, -Fruchtfliegen oder -Mäusen sollen landwirtschaftliche Schädlinge, Unkräuter und Bestäuber dezimiert oder gleich ganz ausgerottet werden. Klingt wie ein schlechter Scherz? Nein, das ist die ernstgemeinte Idee hinter der neuen gentechnischen Methode namens „Gene Drive“. Wie diese Technologie funktioniert und warum wir sie nicht brauchen, vermittelt dieser interaktive Workshop. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir aktiv werden können, damit dieses – leider sehr reale – Science-Fiction-Szenario niemals Wirklichkeit wird.

Gebt jungen Bäuerinnen und Bauern Boden unter den Füßen!

mit Willi Lehnert, Bäuerin Silke und Bauer Rainer Vogel vom Bündnis junge Landwirtschaft - (W2)

Der Zugang zu Land ist für Bäuerinnen und Bauern entscheidend für die Weiterentwicklung oder die Neugründung eines Landwirtschaftsbetriebs. Mit steigenden Bodenpreisen wird es immer schwieriger Boden unter den Füßen zu bekommen. In dem Workshop werden Mechanismen und Rahmenbedingungen des „Landgrabbings“ und Lösungsmöglichkeiten gezeigt und diskutiert. Der Workshop richtet sich an Menschen aus der Praxis, Gründungsinteressierte und diejenigen, die sich beim Kampf um Land einbringen wollen.

"I want you to panic"- Klimakrise und Landwirtschaft

mit Paula Gioia von der jABL und Steffen Kühne von der Rosa Luxemburg Stiftung - (W3)

Auf etwa ein Drittel der menschengemachten Treibhausgase schätzt der Weltklimarat IPCC den Anteil der globalen Landwirtschaft. Werden Verarbeitung, Transport, Kühlung und Müllproduktion einberechnet, liegt der Wert sogar bei fast 50 Prozent. Die Landwirtschaft ist nicht nur Betroffene der Aufheizung des Klimas, sondern auch maßgebliche Verursacherin der globalen Erwärmung – vor allem in ihrer industriellen Variante. Ohne eine umfassende Agrarwende wird eine Lösung des Klimawandels nicht möglich sein. Während die notwendigen Schritte in die richtige Richtung noch auf sich warten lassen, macht das veränderte Weltklima bereits heute die Landwirtschaft in weiten Teilen der Welt schwieriger und bedroht die Versorgung mit Lebensmitteln. Von der lokalen bis zur globalen Ebene wird sich der Workshop mit den Zusammenhängen von Klima und Landwirtschaft befassen und einen Blick auf Akteure werfen, die bereits an der Schnittstelle aktiv sein. Dabei möchten wir auch der Frage nachgehen, welchen Beitrag wir gemeinsam leisten können, den politischen Druck für Veränderungen zu erhöhen.

Verrückte Einzelgänger oder Bio-Leistungsträger: Ein Meet and Greet mit den Pionieren von morgen

mit Anne Baumann von der AÖL und Jasmin Maiwald von AOT - (W4)

 Millenials, Generation Y und Co – die junge und „neue Bio-Generation“ steht vor großen Herausforderungen. Die Biobranche ist aus ihrem Pioniergeist herausgetreten und hat sich professionalisiert. Die Zeit des Ausprobierens ist vorbei. Entscheidungen haben weitreichende Auswirkungen. Inwieweit erlaubt uns dieser Rahmen, Pionier zu sein? Verrückt zu sein, auszuprobieren? Das wollen wir in einem Meet und Greet mit Jungunternehmern aus der Bioszene herausfinden.

Aktionen an Berufsschulen und Agrar-Unis

mit Jutta Sundermann von Aktion Agrar - (W5)

An welchen Berufsschulen oder Unis und in welchen Ausbildungsbetrieben  lernen die angehenden Bäuer*innen, wie sie ihre Pflanzen gesund halten, wie sie sich die Natur statt die Konzerne zur Verbündeten machen und beispielsweise Beikraut mechanisch oder Schädlinge mit Nützlingen bekämpfen können? Wie präsent sind an den Schulen und Unis chemischen Lösungen der Industrie, wie umfangreich kommen Alternativen vor? Wie sieht es bei den Ausbildungsbetrieben aus? Aktion Agrar bietet Workshops zur Auseinandersetzung mit den Fragen in Berufsschulen an und berichtet von den Erfahrungen.

Von Hasen und Heuschrecken: Leitarten und Naturschutzmaßnahmen in Agrarlandschaften

mit Frau Dr. Sutcliffe - (W6)

In diesem Workshop werden wir uns einige von den "Leitarten" der Agrarbiodiversität genauer anschauen. Was brauchen diese Arten zum Überleben und wie können wir sie durch gezieltes Management fördern?

Samstag Nachmittag

13-15 Uhr

Wie beeinflusst die EU-Agrarpolitik die afrikanischen Agrarpolitiken?

mit Stig Tanzmann von Brot für die Welt - (sB)

In der Debatte um die Außenwirkungen der EU-Agrarpolitik wird immer wieder vergessen, dass nicht nur der Agrarhandel auf die afrikanischen Staaten wirkt, sondern auch die EU-Agrarpolitik selbst. Wie reagieren die afrikanischen Staaten auf die dauerhafte Exportausrichtung der EU-Agrarpolitik? Welches sind die Visionen der afrikanischen Staaten für eine eigene Agrarpolitik? Und was sagen Bäuerinnen und Bauern sowie die Zivilgesellschaft in den afrikanischen Staaten zu diesen staatlichen Programmen?

Wie viel Boden braucht der Mensch?

mit Gerd Carlsson vom 2000m² Projekt - (kS)

Der 2000m² - Weltacker ist ein Modell der globalen Landwirtschaft. Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für die Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft ziehen? Das Leben hier kann eine Liebeserklärung an die Erde sein und an alle*s was darauf lebt. Lasst uns unsere Visionen leben!

ABC der GAP

mit Doro Sterz von der jABL, Christian Bauer vom Jungen Bioland und Sarah Schulte-Döinghaus von der KLJB - (gS)

Die deutsche Abkürzung GAP steht für die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Die GAP zählt zu den am stärksten vergemeinschafteten Politikbereichen der EU. Es ist der finanzstärkste Bereich und die Subventionierung der Landwirtschaft hat einen großen Einfluss auf die Bäuer*innen.

Bei diesem Workshop gehen wir der Gemeinsamen Agrarpolitik auf den Grund. In einem kleinen Impulsvortrag erhalten die Teilnehmer*innen Wissenswertes über die Historie der GAP. Im Anschluss widmen sie sich eigenständig in Kleingruppen der jetzigen Struktur. Die Infos werden im Plenum zusammengetragen und wir möchten anschließend unsere Forderungen für eine zukunftsfähige GAP aufstellen.

Gene Drive 2 – Aufbauworkshop - Wir produzieren ein Erklärvideo

mit Mareike Imken von Save Our Seeds - (W1)

Hier ist eure Kreativität und Zeichentalent gefragt: Auf Grundlage des Wissens aus dem Workshop „Gene Drive 1“ werden wir gemeinsam eine simpleshow, also ein einfaches Comic-Erklärvideo zum Thema produzieren. Das könnt ihr dann zuhause und in euren Organisationen nutzen, um über die Problematik einer möglichen zukünftigen Nutzung von Gene Drive Organismen in der Landwirtschaft zu informieren und dessen Konsequenzen für die Ernährungssicherung und Artenvielfalt zu diskutieren.

Landwirtschaft ohne braune Soße - rechte Vereinnahmung und Gegenstrategien

mit Steffen Kühne und Katrina McKee von der Rosa Luxemburg Stiftung - (W2)

Dass Neonazis auch Bio-Bauern sein können, ist ein alter Hut. Ob völkische Siedler*innen, Wurzelrassen-Theoretiker*innen oder rassistische Kommentargeber*innen in der SoLaWi um die Ecke - mal offen, mal verdeckt versuchen braune Ökos auf verschiedenste Weise, an die teils nationalistischen und völkischen Wurzeln der Umweltbewegung anzuknüpfen und machen dabei vor keiner Vereinnahmung Halt. Sie haben dabei nicht nur so manchen schmuddeligen Zipfel des Zeitgeists auf ihrer Seite, sondern oft genug auch die Naivität und falsch verstandene Toleranz eines Umfelds, das rechte Argumentationsmuster unwidersprochen duldet. Auch für die Ernährungssouveränitätsbewegung stellen sich im Umgang mit rechten Akteur_innen und Ideologien einige Herausforderungen. In dieser Themengruppe wollen wir auf der Grundlage von Erfahrungsberichten und einigen Thesen darüber diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, menschenverachtenden Anschauungen im eigenen Umfeld und in der Bewegung für eine andere Landwirtschaft aktiv entgegenzutreten.

Jetzt Bäuerin*Bauer werden - unterstützt und vernetzt Neuland gewinnen

mit Anja Hradetzky vom Bündnis Junge Landwirtschaft - (W3)

Kein Land in Sicht, keinen Taler in der Tasche, dafür den Körper voller Tatkraft und Ideen?!

Wir sammeln gemeinsam Möglichkeiten, wie du an Geld kommst, deine Talente zeigst und praktisch mit anderen Jungbäuer*innen in Kontakt kommst.

Janusz und ich haben das alles auf dem Hof Stolze Kuh umgesetzt und leben unseren Traum. Ich begleite dich gern bei deinem Sprung in deine Erfüllung!

Essen macht... es klimafreundlich?

mit Tobias Stabel von der BUNDjugend - (W4)

Was bedeutet Ernährungssouveränität? Was bedeutet gesicherte Ernährung für alle im Detail? In diesem Workshop soll es um die ganze Bandbreite der sozialen, politischen, ökologischen, ökonomischen und kulturellen Aspekte von Ernährung und Landwirtschaft gehen. Außerdem beschäftigen wir uns mit weltweiten Bewegungen für eine gerechtere Nahrungsmittelverteilung und Agrarpolitik.“

Wehrt Euch! Keine Macht über unsere Kühlschränke für Lidl, Aldi und Co! Die Macht der Supermärkte und Strategien zum Gegensteuern.

mit Jutta Sundermann von Aktion Agrar - (W5)

Die vier größten Lebensmitteleinzelhändler – Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe mit den Lidl-Märkten und Kaufland –  haben in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 85 Prozent. Sie tragen Verantwortung für das Sterben einer großen Zahl von Bauernhöfen im > ganzen Land. Was wir einkaufen und wo, das entscheiden wir jeden Tag selbst. Aber es geht um mehr als um den Einfluss der Menschen mit den Einkaufswägen. Wir brauchen Machtbremsen für Mega-Händler und eine andere Agrarpolitik. Wir streiten dafür und zeigen gleichzeitig  ermutigende Beispiele für Alternativen. Denn Einkaufen ohne Supermarktketten ist möglich. Außer lecker sind die Alternativen gut für die Umwelt, das Klima und die Zukunft der Bauernhöfe!

Ethik der Nutztierhaltung - was erfordert eine Tierhaltung, die unsere Haustiere ihrem Wesen gemäß leben lässt?

Vortrag von Martin Meckensen vom Dottenfelder Hof - (W6)

In vielen Landwirtschaftlichen Betrieben sind Tiere ein essentieller Bestandteil. Landwirte bedienen sich der Tiere für die Düngung und zur Ernährung und der Mensch kümmert sich um das Tier und seinen Wohlzustand. In der biologisch dynamischen Landwirtschaft ist das Wohlergehen der Tiere ein zentraler Bestandteil einer gesunden Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Doch was fordert eine Tierhaltung, die unsere Haustiere wesensgemäß leben lässt?