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Theater und Performance

Feldforschung - Protokoll einer mageren Ausbeute

Freitag 15.30 Uhr - (3M)

2013 traten rund 70 ErntehelferInnen aus Rumänien und Serbien bei einem Großbauern in Tirol in den Streik. Ein bis dato einzigartiges Ereignis in der Geschichte Österreichs. Zahlreiche Interviews mit damaligen Protestierenden bilden die Grundlage für die Performance Feldforschung.

Die Vorstellung spannt einen breiten Bogen, der Fälle von massivem Lohndumping unter menschenunwürdigen Bedingungen in einen globalen, historischen und theoretischen Kontext setzt.

Collagenhaft wechseln sich Vortrag, gespielte Szenen, Lesung, Kabarett und Musik ab. Die TheatermacherInnen reflektieren auch ihre eigene Rolle: Wie kann man auf der Bühne für Andere sprechen? Welche künstlerische Form wird dem Thema gerecht?

Radioballett

Freitag 13 und 18 Uhr - (ZZ)

Samstag 13.30 und 19 Uhr - (ZZ)

Radio? Ballett? Landwirtschaft? Findet raus, was das bedeutet und werdet Teil einer interaktiven Performance. Setzt euch unsere Kopfhörer auf und taucht ein in die Welt des Radioballetts. Erlebt einen Perspektivwechsel auf die Natur, den Menschen und die Bewirtschaftung von Land. Die Geschichte, die ihr hört, wird erst durch euch und eure Bewegungen lebendig. Im Anschluss gibt es Raum zum Austausch über eure Erfahrungen und Eindrücke - Ein Gemeinschaftsprojekt vom Körperfunkkollektiv und dem AckerEnsemble.

MAIZ - Das, was Leben trägt

Samstag 17 Uhr - (ZZ)

Welche Farbe hat Mais? Weiß, gelb oder doch rot und blau...? Was hat Mais mit der Schöpfungsgeschichte zu tun, was mit globalen Märkten?  Das Wort ›Mais‹ stammt aus dem Taíno, einer Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet:  ›das, was Leben trägt‹. Die Kulturpflanze mit einer Vielfalt von rund 60 Sorten allein in Mexiko ist vom Aussterben bedroht. Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die weltweit ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Optimierung des Saatguts und Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut eine industrialisierte Ware. Anhand des Länderkontexts Mexiko werden in der zwei-sprachigen Performance/Lesung MAIZ (spanisch- deutsch) Perspektiven und Gründe für das Aussterben des Getreides, dessen biologische Vielfalt, sowie historische, kulturelle und künstlerische Bedeutungen genauso aufgezeigt wie sozio-ökonomische Entwicklungen, globale Zusammenhänge und ihre Auswirkungen auf Mensch und Natur.

 

 

Feuershow

Samstag 22.30 Uhr - (3M)

Lesungen

Anja Hradezki

Freitag 15 Uhr - (ZZ)

Lesung aus ihrem Buch "Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste und ohne Geld und Land zur Bio-Bäuerin wurde".

Matthias Stührwoldt

Samstag 15.30 Uhr - (ZZ)

Matthias Stührwoldt, Jahrgang 1968, ist Bioland-Milchbauer und Autor in Stolpe im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Er bewirtschaftet einen 82 ha großen Grünlandbetrieb und hält 50 überwiegend (schwarz)bunte Kühe. Außerdem schreibt er seit Mitte der neunziger Jahre Geschichten und Gedichte über das Landleben, die u.a. in der Unabhängigen Bauernstimme erscheinen. Leidenschaftlich gern geht er mit seinen Texten auf Erzähltour und hat sich im Laufe der Jahre mit trockenem norddeutschen Humor überall im Land eine kleine, aber feine Fangemeinde ersabbelt.

Pierre Lischke

Samstag 21 Uhr - (ZZ)

Pierre Lischke liest Gedichte und erzählt Geschichten, die ermutigen, dem Herzen zu folgen. Sein eigener Herzensweg ließ ihn mit 25 Jahren eine Selbsthochzeit feiern, für anderthalb Jahre nomadisch umherziehen, für je ein Jahr konsumfrei und von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben. Mit seiner Poesie lädt er dazu ein, in dieses Leben abseits des Bekannten einzutauchen und es zu wagen, zu lauschen, wonach sich die Seele sehnt.